Hochzeitsfotografie Intensiv Workshop von Markus Brügge

„Möchtest du unsere Hochzeit fotografieren?“fragte mich mein ehemaliger Arbeitskollege. „Ich hab gehört du studierst Fotografie, da kannst du doch auch unsere Hochzeit fotografieren.“

Ich hatte meinen Job gekündigt um mich der Fotografie zu widmen aber eine Hochzeit hatte ich noch nie fotografiert. Mein Plan war es irgendwann mal, wenn es denn sein sollte, vielleicht mal eine Hochzeit zu fotografieren aber dafür fühlte ich mich noch nicht bereit genug. Sollte ich Nein sagen und lieber weiter lernen und hoffen, dass ich irgendwann mal, eventuell und vielleicht eine Hochzeit fotografiere? Oder lieber ab ins kalte Wasser?

Mein Mund war schneller als mein Kopf und ich sagte

„Ja, sehr gerne!“.

Am nächsten Tag realisierte ich, dass ich nun für ein so besonderes Ereignis verantwortlich bin. Verantwortlich dafür, all die schönen Momente zu fotografieren um dem Brautpaar auch nach Jahren noch ein Lächeln ins Gesicht damit zaubern zu können.

Ich brauchte Übung in diesem Thema aber eine Hochzeit üben war nicht wirklich möglich.

„Es passieren doch so viele Dinge und was muss ich denn alles beachten?! Hilfeeee?!?!?!?!“

Google half mir weiter und ich fand den Hochzeitsfotografie Intensiv Workshop von Markus Brügge. Zwei Tage sollte das Ganze gehen und dann sollte man vorbereitet sein und auch einen Plan haben, wie man sich als Hochzeitsfotograf erfolgreich machen kann. Ich registrierte mich und buchte mir einen Kursplatz.

Ganz früh am Morgen machte ich mich nun auf den Weg Richtung Ludwigslust, ein kleiner Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Ein weiter Weg aus meiner Heimatstadt Bielefeld aber nicht der weiteste, wie ich dann später erfuhr.

Kurz bevor ich am Hochzeitshof Glaisin ankam, stieg bei mir eine kleine Aufregung und Spannung auf den Workshop hoch.

„Sind das wohl alle schon Berufsfotografen? Ob es sich wohl gelohnt hat, soviel Zeit und Geld zu investieren? Werde ich wohl was lernen können? Oder wird das eine totale Zeitverschwendung?“ – Fragen in meinem Kopf.

Ich war erleichtert als ich die sympathische und kleine Gruppe im Hofcafé freundlich, munter und motiviert antreffe. Es sind Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei und als wir dann unseren Kursleiter Markus Brügge und seinen Co-Coach Matthias Genske kennenlernten, wusste ich das einem spannenden Wochenende mit viel kreativem Input nichts mehr im Wege stand.

Nach ein kleiner Kennlernrunde, in der Markus auch nach unseren Zielen fragte und sie auf einer Flipchart notierte, ging es dann schon mit ein wenig Theorie los. Er erzählte uns zunächst allgemeinen Dinge über die Hochzeitsfotografie und Fakt ist: Man muss diesen Job als Hochzeitsfotograf lieben, um ihn gut machen zu können.

Es war so ein wundervoller, warmer Spätsommertag und das nutzen wir auch aus um Alexander und Jasmin, unsere beiden Models, an dieser schönen Location zu fotografieren.

Wir spielten also das Szenario eines Hochzeitstages nach und der Vorteil daran war, wenn was schief geht dann spielen wir den Moment einfach noch mal ab.

Einfach perfekt zum Üben und dazulernen.

Das „Getting Ready“ war der erste Part und ich schraubte hierfür mein 50mm Nikon-Objektiv auf meine Nikon D750. Jasmin wurde noch geschminkt und frisiert und Alexander musste nur noch die letzten Kleinigkeiten, wie Fliege und Gürtel anlegen. Ich merkte welch´ schöne Emotionen und Momentaufnahmen man dabei einfangen konnte und da Alexander bereits fertig war, konnte ich von ihm noch schöne Porträts schießen.
Jasmin war nun auch fertig und wir übten den „First Look“, den „Ringtausch“ und kamen am Ende zu dem, an dem wir Hochzeitsfotografen gemessen werden.

Markus und Matthias erklärten, dass wir beim Brautpaar-Shooting unsere ganze Kreativität einsetzen können und sollen. Ich nutzte hierfür mein 85mm Tamron-Objektiv da ich ein schönes weiches Bokeh haben wollte, um Jasmin und Alexander bestens in Szene setzen zu können.

Ich lernte viel dazu, da die beiden Coaches mich auch auf Dinge hinwiesen die mir vorher nicht bewusst waren und sie erklärten mir genau was ich richtig und falsch machte.

Nach dem praktischen Teil gingen wir den Hochzeitstag theoretisch durch und meine Fragen, die mir bereits seit Wochen im Kopf schwirrten, wurden alle geklärt.

Der erste Tag war vorbei und ich hatte wirklich so viel Input bekommen, dass mein Kopf nicht aufhörte zu arbeiten. Auch nach dem gemeinsamen Abendessen, wo es nicht mehr hauptsächlich um die Hochzeitsfotografie ging, drehten sich meine Gedanken um alles was ich nun vorhatte und neue Fragen kamen auf.

Der zweite Tag ging theoretisch aber äußerst spannend weiter, denn alle meine Fragen die sich durch den ersten Tag entwickelt hatten wurden am zweiten Tag geklärt.

Ich wusste nun was ich vor der Hochzeit, am Tag der Hochzeit und danach zu tun hatte und wie ich das Ganze als Business aufbauen konnte und ich war so unglaublich motiviert und glücklich.

Der Workshop neigte sich dem Ende zu und in der Feedbackrunde setzten wir uns alle eine Deadline für unsere Ziele. Meine erste Deadline war die erste Hochzeit die ich fotografierte, da ich bis dahin eine Website, Visitenkarten und ein kleines Portfolio brauchte.

Ich war motiviert genug um alles unter einen Hut zu bekommen, auch wenn es alles bis zu letzten Sekunde dauern sollte. Mein Teilzeit-Job im Einzelhandel, meine monatlichen Bild-Abgaben fürs Studium, eine Hausarbeit, Shootings, der Aufbau von Website und Blog und die Vorbereitung auf die Hochzeit.

Dank der Unterstützung von Freunden und Familie habe ich es geschafft und ich bin sehr stolz auf mich.

Ich bin wirklich froh, dass ich den Hochzeitsfotografie Intensiv Workshop bei Markus Brügge gebucht habe. Er ist wirklich ein toller Coach und es hat sich auf jeden Fall gelohnt soweit zu fahren und ich sich Zeit dafür zu nehmen.

Ein großes Danke an Markus Brügge und Co-Coach Matthias Genske für das lehrreiche Wochenende.

Aber jetzt erstmal ein großes Danke an euch, fürs Lesen meines ersten Blogeintrags. Ich werde euch auch in Zukunft mit interessanten Beiträgen versorgen. Bleibt Up-to-Date auf meiner Facebookseite „Halide Fotografie“ und auf meiner Instagramseite „Halide_Aliova“.

Liebe Grüße
Eure Halide

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